Presseaussendung: Herbstferien können nicht erzwungen werden

Wiens Pflichtschul-Elternverband besteht auf fairen, gesetzeskonformen Abstimmungen in den Schulforen!

Schulautonome Tage gibt es nur, wenn mindestens zwei Drittel der LehrervertreterInnen und mindestens zwei Drittel der KlassenelternvertreterInnen – bei getrennter Abstimmung - für die gleichen Tage stimmen. Da ist Konsensbereitschaft angesagt.

Der geschäftsführende Vorsitzende des Landesverbandes Wien der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen, Martin Spitzl, schlägt Alarm:

„Im Schuljahr 2014/15 entfallen die meisten Zwickeltage, weil die meisten Feiertage auf Samstage und Sonntage fallen.

Aber obwohl dieser Umstand seit Jahren bekannt war und die vom Stadtschulrat für das Schuljahr 2014/15 verordneten freien Tage – die Freitage nach Fronleichnam und Christi Himmelfahrt bereits vor dem 30.09.2013 bekannt waren, überraschen in diesen Tagen viele Schulen Eltern und ElternvertreterInnen mit dem Vorschlag die beiden, ursprünglich der Fortbildung gewidmeten, schulautonom zu vergebenden Tage für ein verlängertes Wochenende entweder rund um den 26. Oktober oder rund um den 1. November einzusetzen.“

„Das macht vor allem Eltern deren Kinder Halbtagsschulen besuchen große Probleme, denn in beiden Fällen beinhalten die Vorschläge Werktage, für die um Urlaub nachgefragt werden muss, der nicht in allen Fällen vereinbart werden kann“, ärgert sich Spitzl.

Martin Spitzl: „ElternvertreterInnen berichten uns, dass SchulleiterInnen versuchen, die freien Tage – gesetzeswidrig – mit einfacher Mehrheit durchzusetzen. So zustande gekommene Beschlüsse müssen vom Stadtschulrat umgehend aufgehoben werden!

Martin Spitzl: „Seitdem das Schulzeitgesetz geändert worden ist, schlagen wir Jahr für Jahr vor, nach Bekanntwerden der für das Folgeschuljahr verordneten freien Tage, auch die autonom zu vergebenden Tage zu beschließen und somit allen Beteiligten ein langen Planungsvorlauf zu ermöglichen. Spätestens im April, nach Bestätigung der Aufnahme in eine der nächsten ersten Klassen könnten die Eltern zu planen beginnen!“

Wien, 27.09.2014